Die World Games 2005 in Duisburg
Als Mitglied der Internationalen Föderation für Sportchiropraktik (FICS) war ich als medizinischer Betreuer der Athleten bei den World Games 2005 - hier der offizielle Bericht der Veranstalter:

Gäbe es das Schulfach Handarbeiten noch: Sie hätten eine eins plus verdient. Die Rede ist von 26 Chiropraktoren, die seit Beginn der World Games mit viel Fingerspitzengefühl schmerzhaften Funktionsstörungen im Bewegungsapparat ihrer Patienten auf der Spur sind. Durchschnittlich 130 Sportlerinnen und Sportler begeben sich Tag für Tag in der MSV Arena, auf der Regattabahn, im Theater am Marientor, der König-Pilsener Arena in Oberhausen, im Landschaftspark Nord und der Rhein-Ruhr-Halle in ihre heilenden Hände.
Sie kommen aus acht verschiedenen Ländern, haben jedoch eines gemein: Alle 26 sind ausgebildete Chiropraktoren mit abgeschlossenem Studium sowie einer Weiterbildung in der Sportwissenschaft.


Impressionen von den World Games 2005 in Duisburg
   
Ein Berufsbild, das es in Deutschland noch nicht gibt. Denn hierzulande wird die Chiropraktik lediglich von Ärzten (Chirotherapeuten) und Heilpraktikern (Chiropraktikern) mit einer Zusatzausbildung angeboten. Nicht so in der Schweiz, in Großbritannien oder den USA, wo auch Alexander Steinbrenner, Doktor der Chiropraktik, studiert hat. Er ist einer von nur 60 Chiropraktoren in ganz Deutschland und zudem Präsident der deutschen Gesellschaft für Sportchiropraktik.

Heute nun ist er einer der 26, die den Sportlerinnen und Sportlern der World Games mit ihrer sanften, manuellen Therapie zu helfen versuchen. So wie es der Name schon sagt. Denn Chiro (Griechisch Cheiros) bedeutet „Hand“ und Praktik (Praktos) „getan“. Was jedoch von Hand getan wird, geht nicht immer im Handumdrehen. Neben einer gründlichen Anamnese suchen die Chiropraktoren die genauen Ursachen der Schmerzen. Bei den World Games kommen diese meist aus der Schulter oder den Rippenansätzen, aus den Sprunggelenken oder von Prellungen und Zerrungen. „Mit Hilfe von Manipulationen justieren wir dann die Gelenke und können so Blockaden im Rücken- und Nackenbereich wieder lösen, ohne jedoch zu renken, zu reißen und zu zerren“, erklärt Alexander Steinbrenner. Chiropraktoren verabreichen weder Medikamente, noch nehmen sie operative Eingriffe vor, sondern überweisen den Patienten dann an den zuständigen Facharzt.
Bis zu maximal 186 Sportlerinnen und Sportler aus 24 Sportarten und 35 Ländern haben an einem Tag das Team der FICS, der Federation Internationale de Chiropratique du Sport, bislang aufgesucht. „Viele kamen hinterher mit der Medaille und haben sich bei uns bedankt. Das war auch für uns eine tolle Anerkennung“, sagt Alexander Steinbrenner. Bei den World Games arbeitet er mit seinen beiden Chefs de Mission, Dr. Timothy W. Ray (USA) und Dr. Brian C. Nook (Australien) sowie den 23 Kolleginnen und Kollegen der FICS nicht nur Hand in Hand, sondern auch im Ehrenamt.

World Games 2005 GmbH