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Sport nützt nichts ODER Die Schwierigkeiten eine Studie zu designen

Das echte Leben ist schwer zu untersuchen

Bei einer Studie die fünf Jahre dauert und Hunderte von Teilnehmern begleitet und detailliert untersucht, ist es enttäuschend, wenn das Ergebnis nicht so ist wie gedacht. So passiert in einer Studie zum Thema Sport und Herzprobleme.

Die Gruppe der 70-77 Jährigen die angeleitet den anstrengendsten Sport gemacht hat, hatte nach 5 Jahren kein niedrigeres Risiko für Herzerkrankungen. Ohne weitere Kenntnisse könnte man schließen: Sport nützt nichts!

Despite the large study sample, selection bias favouring participation of healthy participants, incomplete adherence to exercise intervention, contamination between study arms, and an active control group challenged the ability to detect between-group differences.

Zitat aus der Studie

Das Problem mit diesem Ergebnis ist aber folgendes. Es wurden Menschen aufgerufen sich für die Teilnahme zu melden, die sich in der Lage fühlen, anstrengenden Sport zu machen. Das schließt schon mal weite Teile der 70-77-jährigen Bevölkerung aus.

Die Kontrollgruppe waren daher nicht vollkommen unsportlich sondern haben sogar recht häufig intensiv Sport gemacht. Teilweise genauso viel wie die Studiengruppe.

Es zeigten sich leicht positive Effekte in der Sportgruppe, die aber nicht statistisch relevant waren. Der Rückschluss, so die Autoren, darf deshalb nicht sein, dass Sport für die Herzgesundheit nichts bringt.

Das Problem sind die Schwierigkeiten in einer freien Gesellschaft komplexe Phänomene zu untersuchen. Wären hier generell sehr wenig aktive Menschen aufgerufen worden intensiven Sport zu machen, hätte dies vermutlich Motivations- und auch Gesundheitsprobleme mit sich gebracht.

Außerdem sollte es Allen eine Mahnung sein, denen es ausreicht lediglich die Überschrift in der Presse zu lesen. Diese könnte nämlich lauten: Sport ist nutzlos um das Risiko für einen Herzinfarkt zu senken.

Denkanstöße, Tipps und Übungen für den Alltag?