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Der, die das! Wer, wie, was?

Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt bleibt dumm! Alle die so alt sind wie ich und im ehemaligen ‘Westen’ groß geworden sind kennen diesen Song. Wie man sieht, wurde in den 1970’ern weniger um den heißen Brei geredet. Heute würde es statt ‘dumm’ eher uninformiert heißen. Oder, noch moderner, durch ‘alternative Fakten’ informiert…

Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung. Aber nicht auf seine eigenen Fakten.

Seth Godin

Wenn es um die Gesundheit geht sind Fragen enorm wichtig. Die kulturelle Autorität der sogenannten ‘Schulmedizin’ gibt in vielen Fällen vor dass der- oder diejenige die eine Frage stellt eins von zwei Dingen zeigt:

  1. Er/sie stellt die eigene Unwissenheit bloß. Und das will ja niemand.
  2. Er/sie stellt die Autorität des Gegenübers in Frage. Auch das ist bestimmt nicht gut für die weitere Behandlung.

Auch diese Einstellungen, welche von nahezu allen Bildungsorganisationen implizit gelehrt wurde/wird, geht mindestens auf die Hochzeit der Sesamstraße zurück. Als Konsequenz bleiben wir lieber ruhig, auch wenn wir einige der Begriffe die gerade erwähnt wurden und die möglichen Auswirkungen auf unser Leben, nicht so ganz verstanden haben.

Tatsächlich sind nicht alle Fragen gleich. Einige Zeitgenossen hören nicht zu um zu verstehen, sondern sie suchen nach der einen Frage, die sie stellen können, welche den Vortragenden blossstellt. Dann lehnen sie sich im sicheren Gefühl der Überlegenheit zurück. Aber niemand hat etwas gelernt…

Eine Frage sollte daher diese beiden Kriterien erfüllen:

  1. Die Frage sollte darauf abzielen sinnvolle Informationen zu produzieren.
  2. Diese Informationen sollten das Potential haben die spätere Entscheidung in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen.

Daher schlage ich eine folgende Vorgehensweise vor, nachdem Ihnen jemand erläutert hat was die nächsten Schritte auf Ihrem Weg zur Gesundheit sind:

Nehmen wir an dass der Eingriff/die Behandlung/die Untersuchung reibungslos geklappt hat. Und auch die Nachsorge war konsequent und verlief problemlos. Wieviel besser als jetzt geht es mir dann? Was von den Dingen die ich jetzt nicht kann, sind dann wieder möglich?

Quelle: Sie selbst, bei jedem Behandler…

Das Wichtigste bei der Antwort ist, dass es einen sinnvollen und ernstgemeinten Versuch einer Antwort gibt. Niemand kann hellsehen. Zumindest ist Hellseherei nicht Teil eines therapeutischen Studiums…

Nach der Frage wie gut alles enden kann, kommen noch weitere Fragen die ich unten nur kurz anführen möchte:

  1. Wie sieht der Eingriff genau aus?
  2. Wie gestaltet sich die Nachsorge? Wann beginnt die Nachsorge/Reha?
  3. Wie lange falle ich privat und auf Arbeit aus?
  4. Was passiert wenn sich der Erfolg nicht einstellt?
  5. Gibt es einen Plan B?
  6. Was passiert wenn ich mich gegen den Eingriff entscheide? Oder den Eingriff verschiebe?
  7. Wen kann ich noch fragen um ein klareres Bild zu bekommen?

Denkanstöße, Tipps und Übungen für den Alltag?