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Neues Denken

Das Gras ist immer noch grün

Es ist natürlich keine Neuigkeit, dass besondere Situationen nach besonderen Lösungen verlangen. Auch ist es nicht außergewöhnlich dass sich der Blick in Krisenzeiten einengt und verkürzt, wenn wir mit direkt drohender Not befasst sind.

Kann ich meine Familie versorgen? Gibt es genug Essen? Warum habe ich nicht mehr gespart? Was passiert mit meinen Notleidenden Patienten? Wer kümmert sich um die ältere Dame die mehr zum reden als zum behandeln kommt?

2020 ist schnell

Es ist gerade mal März und schon haben wir:

  • Brexit
  • Waldbrände in Australien
  • Keinen echten Winter
  • Führungskrise der CDU / Thüringen Chaos durch Akzeptanz von ekelhaften Nazis wie Höcke
  • Terroranschläge in Halle und Hanau
  • Trump als Dauerkrise
  • und ich habe bestimmt noch einige vergessen…

Und jetzt Corona. Diese Situation wird erstens nicht so schnell vorbei sein und zweitens nicht so schnell aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden. Aber sie wird in der Erinnerung schnell verblassen. Weil ja jetzt die Wirtschaft am Boden ist…

Nach 2020

Es zeigt sich gerade mal wieder, dass das Leben als freiberuflicher Heilpraktiker in guten Zeiten sehr angenehm ist. In schlechten Zeiten gibt es große Sorgen… denn plötzlich ist die Nichtbeachtung und Nichteinmischung durch die Gesundheitsämter und die Regierung durchaus ein Problem. Bei welcher Stelle soll man sich melden, wenn es um Rettungspakete aus der Politik geht? Wer spricht in Berlin und Landeshauptstädten mit den richtigen und wichtigen Leuten über die finanzielle Zukunft der Profession?

Und das gilt besonders für alle die, die nicht in großen, aktiven Verbänden organisiert sind.

… und was habe ich davon?

Diese Frage muss sich jede und jeder gefallen lassen die/der es sich zur Aufgabe macht einen Zusammenschluss von Menschen zu leiten. Ein Verband ist nicht dazu da, die Profite der Mitglieder hochzutreiben oder Werbung zu machen. Und die Frage nach dem persönlichen Nutzen ist jetzt besonders überflüssig.
Wer findet gerade Gehör in Berlin? Einzelne Ärzte (außer Virologen…)? Besonders tolle und beliebte individuelle Heilpraktiker? Die besten Physiotherapeuten der erfolgreichsten Fußballmannschaften? Die Chiropraktiker mit den meisten Patienten pro Woche? Nein!

Ausschließlich die Spitzen großer Firmen und Verbände können derzeit direkt mit Krankenkassen, der Regierung und anderen Geldgebern verhandeln. In Krisenzeiten und leider auch oft in Friedenszeiten ist keine Zeit für etwas Anderes. Denn wie das Sprichwort sagt:

Sitzt Du nicht mit am Tisch, dann stehst Du auf der Speisekarte.

Unbekannt

Die Mitgliedschaft in einem Interessenverband benötigt keine Konformität, Assimilation oder Gleichmacherei. Ein Verband lebt von Diskussionen und Kontroversen, die untereinander ausgetragen werden, ohne sich feindlich gegenüberzustehen. Aber die öffentlich vertretenen Positionen müssen klar formuliert und am Wohlergehen der Verbandsmitglieder und zuallererst natürlich an der Gesundheit der Patienten und Menschen dieses Landes orientiert sein.

Die neue Kraft im Gesundheitswesen

Es ist Zeit für die nächsten Krisen, Reformen, Verhandlungsrunden und für die Zukunft im Allgemeinen zu planen. Die von offizieller Seite oft herablassend als ‚nicht-ärztliche‘ Heilberufe oder sogar Heil‘hilfs‘berufe bezeichneten müssen sich organisieren. In EINEM (in Zahlen: 1) großen Verband.

Wir reden hier laut aktuellen Daten aus dem Jahr 2019 über mehr als 5.100.000 (In Worten: Fünf-Komma-Eins-Millionen) Menschen die täglich um die Gesundheit der Menschen dieses Landes bemüht sind.

Geld schafft Aufmerksamkeit

Wenn jeder in so einem Verband Mitglied wird und sich mit einer Summe von €10-100 pro Jahr beteiligt, kommt es zu einem relevanten Budget für eine Hoffentlich ernsthafte, nachhaltige und effektive Arbeit dieses Verbandes.
Wir müssen unsere intellektuellen und finanziellen Kräfte und Ressourcen bündeln um bei der Politik die richtigen Türen zu öffnen. Mit einer solchen Gruppe kann man eventuell sogar langfristig am Verhandlungstisch in Berlin und Brüssel helfen die Kultur zu ändern. Das Profitstreben Weniger, darf nicht die Arbeit der Vielen negativ beeinflussen.

Nach der Krise ist vor der Krise

Denn es gilt:

Du musst den Brunnen graben, bevor Du durstig bist.

Unbekannt

Denkanstöße, Tipps und Übungen für den Alltag?