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Sonderbare Zeiten

Der Welt zuzuschauen wie sie langsam dicht macht ist ein Phänomen welches es zu meinen Lebzeiten so noch nicht gab. Das einzige Mal dass ich dies lokal begrenzt erlebt habe, war Smog im Ruhrgebiet. Die Straßen menschenleer und Auto-leer, die Menschen zu Hause. Der große Unterschied: Das Problem war gut sichtbar für alle. Kein Sonnenlicht am eigentlich helllichten Tag.

Dies ist nun anders. Das Virus kann man nicht sehen, fühlen, schmecken oder hören. Wir müssen uns auf Experten Und deren Einschätzungen verlassen. Auch dies war in früheren Zeiten einfacher. Wenn auch nicht unbedingt sicherer…

Denn wir waren überzeugt; diese Experten in Regierung, Krankenhäusern und Verwaltungsbüros besitzen Informationen die wit einfachen Bürger nicht haben. Damit glaubte man den Autoritäten und hielt sich an die angeordneten Maßnahmen.

Das Internet mit all seinen Informationen und Pseudo Informationen hat den Glauben an Experten zerstört. Jeder der einen Artikel einer russischen Trollfabrik oder bei Wikipedia oder sonst wo gelesen hat, ist sehr selbstbewusster Experte.

In Zeiten in denen wir aber eine besonnene nicht auf Einschaltquoten bedachte Führung brauchen, erweist sich diese Einstellung als sehr gefährlich bis fatal.

Wenn konkrete Daten aus verlässlichen Laboren von Quellen ohne propagandistische Agenda neutral berichtet werden, wird sich der Nebel heben. Bis dahin stochern wir im Dunkeln. Jeder sollte das beitragen was er/sie kann um sich selbst und alle anderen zu helfen und zu schützen. Für manch einen bedeutet das lieber zu Hause zu bleiben. Für andere unbedingt zur Arbeit zu gehen.

Ich hoffe am Ende dieser außergewöhnlichen Belastung aller bisher als selbstverständlich gesehenen Beziehungen und Verhältnisse werden wir noch ein wenig innehalten und überlegen wie wir in Zukunft miteinander umgehen wollen und welche Prioritäten wir setzen.

Jetzt gilt es gesund zu bleiben um die Kraft für den Neustart zu haben.

Denkanstöße, Tipps und Übungen für den Alltag?